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Flughafen Stuttgart
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Der Flughafen Stuttgart (bis 2000 Flughafen Stuttgart-Echterdingen, IATA-Code: STR, ICAO-Code: EDDS) ist der internationale Flughafen der baden-wĂźrttembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Er liegt grĂśĂtenteils auf der Gemarkung der Städte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt. Die ersten Anlagen wurden 1936 errichtet und in den Jahren 1986 bis 2004 auf den heutigen Stand ausgebaut.cite-ref-4[4] Der Flughafen Stuttgart ist der grĂśĂte Flughafen in Baden-WĂźrttemberg und, gemessen am Passagieraufkommen, im Jahr 2024 auf Platz sieben der grĂśĂten Flughäfen Deutschlands.cite-ref-adv-2-3[2] Am Flughafen sind rund 9500 Menschen beschäftigt.cite-ref-ez-2015-04-18-5-0[5]
Nach einem Beschluss vom 15. Juli 2014 wurde der Flughafen zu Ehren des Stuttgarter OberbĂźrgermeisters Manfred Rommel in âFlughafen Stuttgart â Manfred Rommel Flughafenâ (Eigenschreibweise) umbenannt.cite-ref-6[6]
Contents
⢠Geschichte
⢠Vorgeschichte
⢠Lage
⢠S-Bahnverkehr
⢠Stadtbahn
⢠Busverkehr
⢠Autoverkehr
⢠Flughafenanlagen
⢠Terminals
⢠Kontrollturm
⢠Tanklager
⢠Flugziele
⢠Betrieb
⢠Fracht
⢠Nachtflßge
⢠Nachhaltigkeit
⢠Ausbaupläne
⢠Westerweiterung
⢠Kerosinpipeline
⢠Verkehrszahlen
⢠Zwischenfälle
⢠Sonstiges
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Vorgeschichte
Zu Beginn der Verkehrsluftfahrt diente der Cannstatter Wasen mehrere Jahre als Flugplatz und Zeppelin-Landeplatz der Stadt Stuttgart. Im Jahr 1911 startete Ernst Heinkel von hier mit einem selbstkonstruierten Flugzeug, 1919 wurde ein Landeplatz angelegt.cite-ref-7[7] Von 1921 bis 1924 fĂźhrte Paul Strähle vom Wasen aus PostflĂźge durch, ein regelmäĂiger ziviler Flugbetrieb fand nicht statt.cite-ref-biekert-8-0[8]
Als erster ziviler Verkehrsflughafen im Stuttgarter Raum folgte der Flughafen Stuttgart-BĂśblingen, auf dem die erste planmäĂige Landung am 20. April 1925 stattfand. Im Jahr 1935 nutzten 184.280 Passagiere den Flughafen BĂśblingen und die Kapazitätsgrenze war erreicht.cite-ref-9[9]
Errichtung am heutigen Ort
Nachdem die Kapazitätsgrenze erreicht war, wurde im März 1936 zunächst entschieden, den Flughafen nach Nellingen zu verlegen. Da das Nellinger Gelände sich Ende September als fĂźr den Instrumentenflug ungeeignet herausstellte, wurden weitere Standorte untersucht und schlieĂlich das heutige Gelände bei Bernhausen ausgewählt. Im Dezember 1936 legte der Architekt Ernst Sagebiel einen ersten Entwurf fĂźr die Gebäude vor.cite-ref-10[10] Da er sie entgegen dem Wunsch der Flughafengesellschaft am nĂśrdlichen statt am sĂźdlichen Rand des Flughafengeländes platzierte, setzte sich statt der bisherigen Bezeichnung Flughafen Bernhausen in der Folge Flughafen Echterdingen durch.cite-ref-sagebiel-11-0[11]
Das an Position des heutigen Terminal 3 gelegene Abfertigungsgebäude wurde, nach einiger Diskussion, quer zum Rollfeld geplant und band landseitig einen Querriegel an, an den sich westlich ein Restaurant mit 2.500 Plätzen und eine bogenfĂśrmige, 952 Meter lange Besucherterrasse mit einer Kapazität von 50.000 Personen anschlieĂen sollte. Charakteristisch fĂźr das Abfertigungsgebäude war eine lange Treppe, die durch eine HĂśhendifferenz von 5 Metern zwischen dem Eingang und dem Rollfeld nĂśtig wurde.cite-ref-sagebiel-11-1[11]
Im April 1937 begannen die Bauarbeiten fĂźr den neuen Flughafen; durch die einsetzende Rationierung von Baumaterial konnte das angestrebte Fertigstellungsdatum Oktober 1938 jedoch nicht eingehalten werden. Erst im Februar 1939 konnte schlieĂlich das Richtfest begangen werden. Zur fĂźr den September 1939 geplanten ErĂśffnung kam es durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Die geschätzten Baukosten in HĂśhe von 18 Millionen Reichsmark (entspricht etwa einem heutigen Gegenwert von 94 Millionen Euro) lagen deutlich unterhalb der zeitgenĂśssischen Projekte in MĂźnchen-Riem und Berlin-Tempelhof.cite-ref-sagebiel-11-2[11]
Während des Zweiten Weltkriegs
Die Luftwaffe Ăźbernahm den Flughafen am 18. August 1939, noch vor Kriegsausbruch,cite-ref-sagebiel-11-3[11] und errichtete zur Stationierung und Reparatur von Flugzeugen auf der SĂźdseite zwĂślf Flugzeughallen. Daimler-Benz richtete eine Erprobungsstelle fĂźr Flugmotoren ein.cite-ref-12[12]cite-ref-zeitzuzeit-13-0[13]
Im August 1940 wurde der Flughafen fĂźr zivile FlĂźge freigegeben, die aber unbedeutend blieben.cite-ref-sagebiel-11-4[11] Swissair flog als einzige ausländische Fluggesellschaft Stuttgart ab 1941 auf der Verbindung ZĂźrichâStuttgartâBerlin an.cite-ref-zeitzuzeit-13-1[13] Ab Februar 1943 entfiel der Weiterflug nach Berlin, und nachdem am 9. August 1944 eine Douglas DC-2 der Swissair bei einem amerikanischen Luftangriff auf den Flughafen zerstĂśrt wurde,cite-ref-14[14] stellte die Swissair auch die Verbindung ZĂźrichâStuttgart zum 17. August 1944 ein.cite-ref-zeitzuzeit-13-2[13]cite-ref-oldies-15-0[15]
Die Luftwaffe flog ab Herbst 1939 vom Flughafen Stuttgart aus Aufklärungseinsätze nach Frankreich, ab 10. Mai 1940 zusätzlich Bombereinsätze.cite-ref-zeitzuzeit-13-4[13] Im Jahr 1942 wurde die bisherige Start- und Landebahn aus Gras durch eine Betonpiste mit 1.425 Metern Länge ersetzt.cite-ref-18[18] In den späteren Kriegsjahren waren am Flughafen Stuttgart vor allem Jagdflugzeuge und Nachtjägercite-ref-19[19] zur Abwehr gegnerischer Bomberverbände stationiert.cite-ref-zeitzuzeit-13-5[13] Der Flughafen selbst wurde ab Mai 1942 wiederholt bombardiert, ohne nennenswert beschädigt zu werden.cite-ref-zeitzuzeit-13-6[13] Am 14. August 1944 wurden beim einzigen groĂen Angriff auf den Flughafen von amerikanischen Bombern etwa 300 Brand- und Sprengbomben abgeworfen, dabei wurde unter anderem die Landebahn unbrauchbar.cite-ref-zeitzuzeit-13-7[13]
Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung ausgesuchter fliegender aktiver Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe, die hier zwischen 1939 und 1945 stationiert waren.cite-ref-20[20]
| Von | Bis | Einheit | AusrĂźstung |
|---|---|---|---|
| 1939 | 1940 | 4.(F)/Aufkl.Gr. 121 (4. Staffel der Aufklärungsgruppe 121) | |
| Juni 1940 | Juni 1940 | II./KG 51 (II. Gruppe des Kampfgeschwaders 51) | Junkers Ju 88A |
| Dezember 1940 | Januar 1941 | Stab, I./StG. 3 (I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3) | Junkers Ju 87B |
| Dezember 1941 | Januar 1942 | I./StG. 2 | Junkers Ju 87B |
| Oktober 1943 | September 1944 | II./NJG 6 (II. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 6) | Messerschmitt Bf 110F-4 , Messerschmitt Bf 110G-4 |
| Dezember 1944 | April 1945 | Stab, IV./JG 53 (Stab und IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 53) | Messerschmitt Bf 109G-14/AS |
| Januar 1945 | April 1945 | I./NJG 11 | Messerschmitt Bf 109G-6, Messerschmitt Bf 109G-14 |
| Januar 1945 | April 1945 | Kdo. Olga der I./KG 200 | |
Von November 1944 bis Januar 1945 war auf dem Gelände des Flughafens das KZ Echterdingen eingerichtet, eine AuĂenstelle des KZ Natzweiler-Struthof. Etwa 600 jĂźdische Häftlinge wurden in einem Hangar gehalten und zur Arbeit auf dem Gelände und in der Umgebung gezwungen. Sie mussten Bombentrichter verfĂźllen, im Steinbruch arbeiten und StraĂen vom Flughafen zur Autobahn bauen, um diese als Start- und Landebahn zu nutzen. Von den Männern starben 119 an den unmenschlichen Bedingungen im Lager; 34 Opfer des KZ Echterdingen sind auf dem heutigen Gelände der US Army beigesetzt. Um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, wurden zudem während der Kriegsjahre vermutliche mehrere tausend Fremd- und Zwangsarbeiter eingesetzt, deren genaue Schicksale schwer zu rekonstruieren sind.cite-ref-zeitzuzeit-13-8[13]
Spätestens ab Januar 1945 war eine Nutzung des Flughafens aufgrund der permanenten Angriffe nicht mehr mĂśglich, endgĂźltig wurde der Betrieb jedoch erst Anfang April 1945 eingestellt.cite-ref-zeitzuzeit-13-9[13] Der damalige Direktor Lothar Zobel schrieb: âWas nicht durch Luftangriffe zerstĂśrt war, sollte dem ZerstĂśrungswahnsinn zum Opfer fallen. Das Schmählichste war zum Schluss die Freigabe des nicht der Luftwaffe gehĂśrenden Flughafens zur PlĂźnderung.âcite-ref-fb299-16-1[16]
Das Flughafengelände wurde Mitte April 1945 von der franzÜsischen Armee erobert und später von der US Army ßbernommen; der Flugplatz wurde von den Alliierten als Advanced Landing Ground ALG R-50 bezeichnetcite-ref-21[21] (siehe auch Vorgeschobener Landeplatz). Die US Army unterhält noch heute einen Stßtzpunkt auf der Sßdseite des Flughafens.cite-ref-sagebiel-11-5[11]
Wiederaufnahme des Flugbetriebs
Eine Douglas DC-3 der Swissair landete im August 1948 als erstes ziviles Flugzeug nach dem Zweiten Weltkrieg. An Bord waren 3.325 Kilogramm Kupferdraht des âHilfskomitees ZĂźrich fĂźr Stuttgartâ fĂźr das Katharinenhospital und die Frauenklinik. Am 3. Oktober 1948 nahm Pan American ebenfalls mit einer DC-3 den regelmäĂigen Flugverkehr mit der dreimal wĂśchentlich beflogenen Strecke London-Stuttgart-Wien wieder auf.cite-ref-22[22] Im selben Jahr begannen auch SAS und KLM, Linienverbindungen nach Stuttgart anzubieten, im Mai 1949 folgte die Swissair mit regelmäĂigen FlĂźgen. Ebenfalls 1949 erfolgte die Ăbergabe des Flughafens in deutsche Verwaltung.cite-ref-fb299-16-2[16]cite-ref-handbuchgesch-23-0[23]cite-ref-fb202-24-0[24]
Im Jahr 1951 wurde der Flughafen ausgebaut: Ein Kontrollturm wurde gebaut und die Piste von 1400 m auf 1800 m verlängert. Auch die erste nach dem Krieg in der Bundesrepublik Deutschland gegrĂźndete Fluggesellschaft, SĂźdflug International, hatte ihre Basis von 1952 bis 1969 am Flughafen Stuttgart. Nachdem bis dahin nur ausländische Fluggesellschaften zugelassen waren, kehrte 1955 die Lufthansa zurĂźck nach Stuttgart.cite-ref-fb299-16-3[16] 1959 wurde begonnen, das Gelände Ăśstlich des Flughafens aufzuschĂźtten, um so eine Verlängerung der Start- und Landebahn zu ermĂśglichen. Dabei wurde die StraĂe von Plieningen nach Bernhausen, die ehemalige BundesstraĂe 312, in einen Tunnel unter dem Flughafengelände verlegt.cite-ref-globalsec-25-0[25] 1961 wurde die auf nunmehr 2250 m verlängerte Bahn mit der erstmaligen Landung einer Boeing 707 der Lufthansa eingeweiht.cite-ref-fb299-16-4[16]
Diskussion um einen Neubau bzw. Ausbau zum GroĂflughafen
Ende der 1960er Jahre gab es Pläne, den Stuttgarter Flughafen zu einem internationalen GroĂflughafen auszubauen. In einem im Auftrag der Stadt Stuttgart erstellten Gutachten kam der Stuttgarter Professor Carl Emil Gerlachcite-ref-26[26] zu dem Schluss, dass dies am zweckmäĂigsten durch eine Erweiterung am Standort Echterdingen zu realisieren sei.cite-ref-zeit1969-27-0[27] Dabei wäre unter anderem die damals bestehende Start- und Landebahn von 2600 auf 4300 Meter verlängert worden, eine zweite Startbahn parallel zur ersten gebaut worden, so wie eine dritte Start- und Landebahn mit einer Länge von 2700 Metern diagonal zur ersten und der geplanten Parallelbahn gebaut worden. Ebenso war die Verlegung der Autobahn nach Norden vorgesehen. Im Endausbau war eine Flughafenfläche von 1.000 Hektar vorgesehen (Zum Vergleich: der Flughafen MĂźnchen hat eine Fläche von 1.600 Hektar) Aufgrund der erwarteten Lärmbelastung bildeten Anlieger eine Schutzgemeinschaft, die knapp 7000 Mitglieder umfasste.cite-ref-zeit1969-27-1[27] In einem Gutachten, das im Auftrag von Bewohnern der Anliegergemeinden erstellt wurde, schlug Walter Rossow 1969 vier Alternativstandorte bei Herrenberg, auf dem TruppenĂźbungsplatz MĂźnsingen, im Gebiet des dafĂźr zu ebnenden Geissbergs bei Friolzheim und im SchĂśnbuch in der Nähe von TĂźbingen vor.cite-ref-zeit1969-27-2[27] Auch an den Alternativstandorten regte sich Widerstand, an den heute unter anderem ein als âMahneicheâ bezeichnetes Mahnmal im SchĂśnbuch erinnert. 1973 entschied der damalige Ministerpräsident Hans Filbinger, diese Pläne nicht weiter zu verfolgen mit der BegrĂźndung, dass Stuttgart keinen GroĂflughafen brauche.cite-ref-zeit1973-28-0[28] Filbinger verwies dabei auf die nahe gelegenen Flughäfen in Frankfurt, MĂźnchen und ZĂźrich, die von der Stuttgarter BevĂślkerung Ăźberwiegend genutzt wĂźrden.cite-ref-zeit1973-28-1[28]
Erster Terminalausbau
Im Jahr 1970 wurden am Flughafen Stuttgart bereits bis zu 20.000 Passagiere und sonstige Besucher pro Tag gezählt. Um diese StrÜme besser zu kanalisieren, wurde das Terminalgebäude durch den Einbau einer Zwischendecke in einen Ankunft- und einen Abflugbereich unterteilt.cite-ref-fb100-29-0[29] Um den auf der oberen Ebene gelegenen Ankunftsbereich mit dem Vorfeld zu verbinden, wurde gleichzeitig ein Steg errichtet, der von nun an die luftseitige Fassade des Gebäudes prägte.
Modernisierung von Landebahn und Terminalgebäuden
Verlegung und Verlängerung der Landebahn
Die im Westen des Flughafens sßdlich von Echterdingen gelegene Weidacher HÜhecite-ref-30[30] war jahrzehntelang ein Problem fßr die Luftfahrt in Stuttgart, insbesondere bei der aufgrund der typischen Windverhältnisse häufigsten Startrichtung nach Westen (Startbahn 25). Der Start der meisten Flugzeugmuster war in Richtung Westen nur mit eingeschränktem HÜchstabfluggewicht mÜglich. Im Nordosten grenzte die Bundesautobahn 8 an den Flughafen. So war durch HÜhenzug sowie Autobahn die Lage und Länge der Startbahn bis 1995 auf 2550 m begrenzt.
In den 1990er Jahren wurde im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A 8 deren Trasse nach Norden verlegt.cite-ref-fb299-16-5[16] Dadurch entstand am Ăśstlichen Ende des Flughafens Spielraum fĂźr eine Verlegung und Verlängerung der Landebahn nach Osten. Von 1993 bis 1996 wurde bei laufendem Betrieb der Flughafen komplett umgebaut, inklusive Flugvorfeld und einer Landebahn-Verlängerung im Osten. Im Spätsommer 1995 wurde der Flugbetrieb mit groĂen Maschinen fĂźr zwei Monate eingestellt, kleinere Flugzeuge mit weniger als 224 km/h Anfluggeschwindigkeit konnten auf der 1625 m langen Rollbahn SĂźd nĂśrdlich der eigentlichen Landebahn verkehren. Im Westen wurden ca. 750 m der alten Landebahn ersatzlos abgerissen, der Ăśstliche 1800 mcite-ref-31[31] lange Teil wurde an gleicher Stelle neu gebaut und mit der Ostverlängerung verbunden.
Am 24. Juni 1996 wurde die jetzt auf 3345 m verlängerte Start- und Landebahn fĂźr den Flugverkehr freigegeben. Zu diesem Zweck wurden groĂe Wiesen und Felder sowie Feuchtgebietbiotope planiert.cite-ref-32[32] Die frĂźhere Situation hat sich seither deutlich entschärft, allerdings unterliegen die Starts Richtung Westen weiterhin Einschränkungen, die sich aber nur noch auf einzelne FlĂźge auswirken, insbesondere Langstreckenverbindungen.cite-ref-33[33] Dies ermĂśglichte, dass Delta Air Lines, die seit 1986 ihre Verbindung zum Drehkreuz am Flughafen Atlanta nur per Zwischenlandung anbieten konnte, seither Nonstop-LinienflĂźge im Transatlantik-Verkehr auch ab Stuttgart anbieten konnte.cite-ref-34[34]
Instrumenten-Landesystem
Um auf der neuen Bahn auch Landungen bei schlechter Witterung zu ermĂśglichen, wurde 1997 ein Instrumentenlandesystem und AnflĂźge nach der Allwetterflugbetriebsstufe CAT III b in Betrieb genommen.cite-ref-fb299-16-6[16]
Abfertigungsgebäude
Nachdem in den 1980er Jahren erstmals 3 Millionen Passagiere pro Jahr befÜrdert worden waren, war das bisher einzige Terminal an die Grenzen seiner Kapazität gelangt. 1986 wurde mit dem Terminal 1 ein erster Neubau in Angriff genommen, der 1991 eingeweiht werden konnte. Die mehrfach ausgezeichnete stählerne Baumstrebenkonstruktion ist inzwischen zum Markenzeichencite-ref-35[35] des schwäbischen Flughafens geworden. Sämtliche Ankßnfte konnten nun ßber das neue Terminal abgewickelt werden, so dass der 1970 errichtete Steg vor dem zwischenzeitlich als Terminal 3 bezeichneten alten Empfangsgebäude abgebrochen werden konnte.
Am 13. Januar 1999 wurde ein neuer Hangar der Lufthansa Technik erĂśffnet. Er ist zusammen mit dem baugleichen Hangar der DC Aviation der grĂśĂte Hangar auf dem Flughafengelände. Ebenfalls 1999 ersetzte der neue Tower den bisherigen auf dem Dach des Terminal 3.
Als nächste Ausbaustufe wurde am 2. Mai 2000 das Terminal 4 erĂśffnet. Aus Kapazitäts- und BrandschutzgrĂźnden wurde im selben Jahr mit dem Abriss des alten Terminal 3 begonnen. Das neue Terminal 3 wurde dem Design des Terminal 1 angeglichen. Mit der ErĂśffnung des Gebäudes am 26. März 2004 wurde schlieĂlich der heutige Ausbauzustand erreicht. Bereits am 7. Januar 2002 war das neue Luftfrachtzentrum auf der SĂźdseite fertiggestellt worden.
Weiterer Ausbau
Der Flughafen rechnete im Jahr 2016 mit einer Zunahme der Passagierzahlen von drei Prozent. Weiteres Wachstum fßhre, bei einer durchschnittlichen Belegung von 104 Passagieren je Flugzeug, zu zusätzlichen Flugbewegungen. Die Terminals des Flughafens haben eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren pro Jahr. In einer Machbarkeitsstudie lieà der Flughafen Ende 2015 geeignete Standorte fßr zusätzliche Abfertigungskapazitäten untersuchen.cite-ref-stz-2015-257-22-36-0[36]
Sanierung der Start- und Landebahn 2020
Der Üstliche, in den 1990ern errichtete Teil der Start- und Landebahn erhielt 2020 einen neuen Belag. Dazu sollte der nutzbare Bereich der Piste vom 23. April bis 20. Mai auf 1.965 Meter verkßrzt und danach bis zum 17. Juni auf 2.475 Meter. In der ersten Bauphase waren Flßge zu Zielen in einem Umkreis von etwa 1.400 Kilometern mÜglich, darunter zu den meisten europäischen Drehkreuzen. In der zweiten Phase waren Ziele in einem Umkreis von 2.800 Kilometern erreichbar, so dass nur wenige Flßge entfallen. Die Delta-Flßge nach Atlanta konnten im gesamten Zeitraum nicht durchgefßhrt werden.cite-ref-37[37] Aufgrund des während der COVID-19-Pandemie ohnehin stark eingeschränkten Flugverkehrs wurde beschlossen, die Bauarbeiten vorzuziehen und bereits am 6. April beginnen zu lassen. Bis zum 22. April war die Start- und Landebahn voll gesperrt und der Betrieb am Flughafen, von Hubschraubern abgesehen, vollständig eingestellt, danach folgten die geplanten Teilsperrungen bis zum 17. Juni.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]
Lage
Der Flughafen liegt zentral auf der Filderebene an der sĂźdlichen Grenze der Landeshauptstadt Stuttgart zum Landkreis Esslingen.
Die Terminals befinden sich auf der Gemarkung Echterdingen der Stadt Leinfelden-Echterdingen, ebenso die Parkhäuser, die unmittelbar angrenzende Messe Stuttgart, der 1993 erĂśffnete S-Bahnhof âFlughafen/Messeâ sowie der westliche und nordwestliche Teil des Flughafen-Geländes mit einem Teil des Vorfelds und der Rollwege.
Der sßdÜstliche Teil des Flughafen-Geländes liegt auf der Gemarkung Bernhausen der Stadt Filderstadt, dazu gehÜrt der Rest des Vorfelds, weitere Rollwege sowie die Start- und Landebahn in voller Länge, der militärische Teil des Flughafens, das Luftfrachtzentrum und der Tower.
Zum Stuttgarter Stadtbezirk Plieningen gehĂśrt ein schmaler Streifen im Norden entlang der A8, in dem unter anderem das General-Aviation-Terminal und die Feuerwache liegen. Ăstlich des Flughafentunnels wurde die A8 in den 1990er Jahren nach Norden verschwenkt, so dass hier ein grĂśĂerer Teil des Flughafen-Geländes mit den dort angelegten Rollwegen zu Stuttgart gehĂśrt.
Im Osten des Flughafen-Geländes gehÜren kleine Flächen jeweils zu Neuhausen und zum Ostfilderner Stadtteil Scharnhausen.
Verkehrsanbindung
Fern- und Regionalbahnhof im Bau
Im Zuge der Schnellfahrstrecke StuttgartâWendlingen, einem Teil des Projekts Stuttgart 21, ist mit dem Bahnhof Stuttgart Flughafen Fernbahnhof ein unterirdischer Fern- und Regionalbahnhof am Flughafen Stuttgart im Bau. Dadurch soll der Flughafen Stuttgart zu einem Verkehrsknotenpunkt mit Flugverkehr, Ăźberregionalem und regionalem Bahnverkehr, S-Bahn, Stadtbahn, Busverkehr, Taxi und Autoverkehr in verschiedene Richtungen werden.
S-Bahnverkehr
Der Bahnhof Stuttgart Flughafen/Messe an der Bahnstrecke Stuttgart-RohrâFilderstadt kann mit den Stuttgarter S-Bahn-Linien S2 (SchorndorfâStuttgartâFlughafen/MesseâFilderstadt) unter der Woche im 15-Minuten-Takt vom Stuttgarter Hauptbahnhof in 27 Minuten erreicht werden. In den Nebenverkehrszeiten, also am Wochenende und abends, fährt die S2 abwechselnd mit S3 (BacknangâStuttgartâStuttgart-VaihingenâFlughafen/Messe) in einem 10/20-Minuten-Wechsel-Takt.
Der Flughafentunnel fßhrt die S-Bahn unter der Landebahn hindurch weiter nach Filderstadt-Bernhausen. Seit 2023 wird an der Verlängerung von Bernhausen um ca. 4 km nach Neuhausen auf den Fildern gebaut.
Stadtbahn
Die Stadtbahn U6 ist seit Ende 2021 im Betriebcite-ref-41[41] und benÜtigt 32 Minuten von Stuttgart Hauptbahnhof. Sie fährt tagsßber im 10-Minuten-Takt. Fßr die Zeit nach der ErÜffnung des Fernbahnhofs soll eine zusätzliche Stadtbahnverbindung U17 nach Vaihingen frßhestens 2025 in Betrieb gehen.
Busverkehr
Das Stuttgart Airport Busterminal (SAB) ist ein Busbahnhof mit 18 Bussteigen. Er wurde am 11. Mai 2016 erÜffnet und befindet sich direkt neben den Flughafengebäuden. Die Bussteige 1 bis 3 bedienen den Nah- und Regionalverkehr. Die Bussteige 4 bis 18 bedienen den nationalen und internationalen Fernbuslinienverkehr sowie Gelegenheitsverkehr.
Nach einer Ausschreibung der Flughafen Stuttgart GmbH Ăźbernahm die SWEG gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Trapico am 1. Juli 2025 fĂźr mindestens fĂźnf Jahre die operative BetriebsfĂźhrung des Busbahnhofs.cite-ref-42[42]
Die FilderExpress-Buslinie 122 der GR Omnibus fĂźhrt Ăźber Plieningen und Ostfildern nach Esslingen. Die von FMO betriebenen Buslinien 812 und 813 verbinden den Flughafen mit den umliegenden Orten Echterdingen, Stetten und Bernhausen, die Linie 828 fĂźhrt vom Flughafen nach TĂźbingen, wobei manche Busse mit weniger Zwischenhalten als Airportsprinter (X82) verkehren. Seit dem 11. Dezember 2016 verbinden die Relex-Expressbuslinien X10 und X60 den Flughafen mit Kirchheim/Teck und Leonberg.cite-ref-stn-2014-261-15-43-0[43] Mit Ausnahme des Schnellbusses X3 der RSV, der vom Flughafen Ăźber Reutlingen nach Pfullingen verkehrt, gilt fĂźr alle Nahverkehrsmittel der VVS-Tarif. Verschiedene Fernbusunternehmen binden den Flughafen an das Fernbusnetz an.cite-ref-44[44]
Autoverkehr
Unmittelbar nĂśrdlich des Flughafens verläuft die Bundesautobahn 8, welche die Städte Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Ulm, Augsburg und MĂźnchen verbindet. In unmittelbarer Nähe verläuft die autobahnähnlich ausgebaute BundesstraĂe 27, die den Flughafen an die Stuttgarter Innenstadt, TĂźbingen und Reutlingen anbindet. Nicht weit davon verläuft die Autobahn A 81 am Autobahnkreuz Stuttgart mit Verbindung nach SĂźden in Richtung Singen. Ab der folgenden VerknĂźpfung, dem Dreieck Leonberg, verläuft die A81 nach Norden in Richtung Heilbronn und WĂźrzburg.
Die Landebahn wird von einer LandesstraĂe, bis 31. März 2023 der nĂśrdliche Abschnitt der BundesstraĂe 312, unterquert.
Das Bosch-Parkhaus und mehrere andere Parkhäuser bieten ParkmÜglichkeit fßr Flughafen- und Messebesucher.
Flughafenanlagen
Start- und Landebahn
Der Flughafen verfßgt ßber nur eine Start-/Landebahn. Sie ist betoniert, verläuft 3345 Meter etwa in Ost-West-Richtung und ist 45 Meter breit,cite-ref-45[45] sie weist ein Gefälle in Üstlicher Richtung auf. Die beiden Rollbahnen N und S verlaufen nÜrdlich der Start-/Landebahn. Aus Richtung Osten kann die Start/Landebahn 25 auf ihrer vollen Länge fßr Landungen genutzt werden. Starts Richtung 25 sind auf 3045 m eingekßrzt. Aus Richtung Westen ist die Schwelle der Landebahn 07 aufgrund der Weidacher HÜhe um 300 m versetzt.cite-ref-46[46]
Terminals
Der Flughafen Stuttgart verfßgt ßber drei Terminals mit eigenen Gates (T1, T3 und T4) und zwei weitere Terminals, die lediglich fßr den Check-in genutzt werden (T1 West und T2). Die Entwßrfe fßr die Passagierterminals 1 (1980), 2 (1991) und 3 (1998) stammen jeweils vom Hamburger Bßro gmp des Architekten Meinhard von Gerkan. Die Beauftragung erfolgte ßber 1. Preise bei beschränkten Architekturwettbewerben.cite-ref-47[47]
Terminal 1
Terminal 1 wurde 1991 nach fßnf Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. Der Neubau war der erste Teil einer Reihe von Um- und Neubauten. In seiner funktionalen Aufteilung ist es dem später von gmp entworfenen Terminal 2 des Flughafens Hamburg ähnlich,cite-ref-fb204-48-0[48]. Ziel war ein Flughafen mit kurzen Wegen und einfacher Orientierung.cite-ref-boegl-49-0[49] Die Architektur des Gebäudes wurde mit dem Deutschen Stahlbaupreis 1992 ausgezeichnet.cite-ref-fb299-16-7[16] Auffälligstes Element sind die das Dach tragenden charakteristischen Stßtzen. Sie verzweigen sich mehrfach und bilden so eine analoge Gestalt zu Bäumen.cite-ref-fb204-48-1[48] Zwischen den geschlossenen Feldern ßber den Stßtzpunkten der Bäume liegen Glasoberlichter mit einem besonderen Lichtprismensystem.cite-ref-50[50]
Das Terminal 1 gliedert sich in insgesamt fĂźnf Ebenen. Im Untergeschoss befindet sich auf der Ebene 1 der 1993 erĂśffnete Flughafenbahnhof der S-Bahn Stuttgart. Auf Ebene 2 werden AnkĂźnfte abgewickelt, hier befindet sich eine Gepäckausgabe sowie luftseitig 20 Gates fĂźr das Boarding mit Vorfeldbussen. Auf der Ebene 3 stehen insgesamt 37 Check-in-Schalter zur VerfĂźgung, an die sich unmittelbar der sicherheitsĂźberprĂźfte Bereich mit vier FluggastbrĂźcken und weiteren 17 Gates fĂźr das Boarding Ăźber die FluggastbrĂźcken und mit Vorfeldbussen anschlieĂt. Um die VerkehrsstrĂśme zu entzerren, verfĂźgen sowohl Ebene 2 als auch Ebene 3 Ăźber einen landseitigen StraĂenanschluss. Oberhalb des sicherheitsĂźberprĂźften Bereichs befinden sich auf den Ebenen 4 und 5 frei zugängliche Einkaufs- und Gastronomieangebote, darunter befand sich bis 2020 das europaweit einzige Restaurant an einem Flughafen, das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet war.
Von 2007 bis 2009 wurde das Terminal umfassend renoviert, dabei wurden unter anderem eine moderne GepäckfÜrderanlage ähnlich der im Terminal 3 installiert und die bisherigen Fallblattanzeiger der Informationstafeln durch Flßssigkristallbildschirme ersetzt. Die 25 Jahre alten Fluggastbrßcken wurden im März 2019 ersetzt.cite-ref-51[51]
Nutzer des Terminals sind zum Beispiel AJet, Air Serbia, TUIfly, Turkish Airlines und British Airways.cite-ref-0-52-0[52]
Terminal 1 West
Das Terminal 1 West, auch als Terminal 0 bezeichnet, wurde 1998 westlich von Terminal 1 erÜffnet, um Engpässe in den Spitzenzeiten zu beseitigen.cite-ref-53[53] Im Terminal 0 befinden sich neun Check-in-Schalter, Abflug und Ankunft werden ßber die anderen Terminals abgewickelt. Seit dem Sommerflugplan 2019 wird das Terminal 1 West durch Laudamotion genutzt.cite-ref-54[54] Gleichzeitig wurde eine dem Terminal 1 West zugeordnete Sicherheitskontrollstelle am westlichen Ende des Terminal-1-Gatebereichs eingerichtet.
Terminal 2
Das Terminal 2 wurde von 1991 bis 1993 errichtet und lehnt sich an das zuvor fertiggestellte Terminal 1 an, von dem es durch eine schmale Glashalle getrennt ist.cite-ref-55[55] Das Terminal 2 verfßgt ßber keine Gates, Abflug und Ankunft werden ßber die Terminals 1 und 3 abgewickelt. Neben der regulären Sicherheitskontrollstelle steht eine Fast Lane fßr Passagiere bestimmter Buchungsklassen oder Inhaber eines Vielfliegerstatus zur Verfßgung. Die Flßge von Air France und KLM werden im Terminal 2 abgefertigt.cite-ref-0-52-1[52]
Terminal 3
Das derzeitige Terminal 3 wurde in den Jahren 2000 bis 2004 errichtet und lehnt sich architektonisch an das kurz zuvor erĂśffnete Terminal 1 an,cite-ref-gb400-56-0[56]. Aufgrund der in der Zwischenzeit gewandelten Anforderungen an Flughäfen ist jedoch der Anteil der Flächen fĂźr den Einzelhandel und die Gastronomie grĂśĂer als im Terminal 1.cite-ref-fb204-48-2[48] Das Terminal gliedert sich in eine 190 Ă 40 Meter groĂe Flughafenhalle mit Technik-, Ankunfts- und Abflugsebene der luftseitig ein Querriegel mit Warteräumen und Gastronomie vorgelagert ist.cite-ref-boegl-49-1[49] Auf der mit dem Terminal 1 verbundenen Ebene 2 befinden sich Einrichtungen fĂźr die Ankunft von Passagieren, eine Gepäckausgabe sowie 5 Gates fĂźr das Boarding mit Vorfeldbussen. Auf Ebene 3 befinden sich insgesamt 38 Check-in-Schalter, an die sich unmittelbar der sicherheitsĂźberprĂźfte Bereich anschlieĂt. Hier finden sich Einkaufs- und Gastronomieangebote sowie vier FluggastbrĂźcken und insgesamt 19 Gates fĂźr das Boarding Ăźber die FluggastbrĂźcken und mit Vorfeldbussen. Im allgemein zugänglichen Bereich besteht eine Verbindung mit dem Terminal 2, während sich im sicherheitsĂźberprĂźften Bereich unmittelbar der Gatebereich des Terminals 1 anschlieĂt; in beiden Bereichen besteht eine Verbindung zum Terminal 4. Oberhalb des sicherheitsĂźberprĂźften Bereichs befinden sich auf den Ebenen 4 und 5 frei zugängliche Einkaufs- und Gastronomieangebote sowie eine kostenfrei zu besuchende Aussichtsterrasse.
Die vollautomatische GepäckfÜrderanlage des Terminals ist auf 4800 Gepäckstßcke pro Stunde ausgelegt, die 10 Millionen Euro teure Anlage des niederländischen Herstellers Vanderlande unterzieht die Gepäckstßcke einer mehrstufigen RÜntgenkontrolle.cite-ref-fb204-48-3[48]
Das Terminal 3 ist fĂźr 4 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt.cite-ref-mediadaten-57-0[57]cite-ref-fb204-48-4[48] Es ist damit noch vor dem Terminal 1 das grĂśĂte Terminal und wird von den meisten Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Swiss International Airlines , Austrian Airlines , Eurowings und Condor genutzt.cite-ref-0-52-2[52]
Terminal 4
Von Januar 1999 bis April 2000 wurde ein ehemaliger Flugzeughangar aus dem Jahr 1955cite-ref-str-projekte-58-0[58] zum Terminal 4 umgebaut. Der Neubau sollte vor allem das Terminal 1 während des Neubaus von Terminal 3 entlasten und war vor allem fßr Charterflßge gedacht.cite-ref-fb200-59-0[59] Auf Ebene 2 befinden sich insgesamt 17 Check-in-Schalter und in einem vorgelagerten Anbau 22 Gates fßr das Boarding mit Vorfeldbussen. Auch die Einrichtungen fßr die Ankunft von Passagieren befinden sich auf dieser Ebene, die Gepäckausgabe befindet sich auf Ebene 3.
Das Terminal 4 ist fĂźr etwa zwei bis drei Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt.cite-ref-mediadaten-57-1[57] Es wird vor allem fĂźr FlĂźge in die TĂźrkei und im ethnischen Verkehr genutzt. Mittelfristig soll das Gebäude durch einen Neubau ersetzt werden.cite-ref-str-projekte-58-1[58] Im Oktober 2024 gibt gmp durch Pressemitteilung bekannt, dass nach der erfolgreichen Teilnahme am VgV-Verfahren âSTRzero Terminal: Terminal 4âcite-ref-60[60] das BĂźro den Zuschlag fĂźr das Projekt "Umbau und Modernisierung des bestehenden Terminal 4" sowie ein "Masterplan fĂźr die umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestands" erhalten hat. Grundlage ist die Klimastrategie des Flughafens, der bis 2040 Netto-Null-Emissionen erreichen mĂśchte.cite-ref-61[61]
General Aviation Terminal
FĂźr die Allgemeine Luftfahrt, insbesondere den Geschäftsflugverkehr sowie fĂźr die Piloten und Passagiere von Privatflugzeugen, steht ein eigenes, 1998 errichtetes Terminal zur VerfĂźgung. Das Terminal wird durch das Unternehmen Kurz Aviation Service GmbH betrieben und umfasst neben Konferenzräumen, Lounges und Ruheräumen zwei Hangars fĂźr bis zu 42 Flugzeuge.cite-ref-62[62] Es beherbergt die Flugschulen Aero-Beta, FFH und einige weitere Luftfahrtunternehmen. Das Gebäude soll mit einer Wellblech-Verkleidung an die Anfangstage der Fliegerei erinnern und wurde 2001 mit einem Architekturpreis fĂźr âBeispielhaftes Bauenâ im Landkreis Esslingen ausgezeichnet.
Kontrollturm
Als einziger Kontrollturm Europas befindet sich der Tower des Flughafens Stuttgart nicht unmittelbar auf dem Flughafengelände, sondern sßdlich davon am Ortsrand von Bernhausen.cite-ref-einblicke-63-0[63] Der Tower wurde 1999 eingeweiht und lÜste den bisherigen Tower ab, der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Dach des Empfangsgebäudes eingerichtet war. Er bietet insgesamt fßnf Arbeitsplätzecite-ref-fb207-64-0[64] fßr die Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung, die von hier den Flughafen Stuttgart und den näheren Luftraum ßberwachen. Seit April 2009 wird die Vorfeldkontrolle vom Kontrollturm aus durch die Deutsche Flugsicherung erbracht, zuvor waren die durch Vorfeldlotsen Angestellte der Flughafengesellschaft mit Sitz in einer Kanzel im Verkehrsleitungsgebäude, Üstlich von Terminal 4.cite-ref-fb306-65-0[65]cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
Wartungseinrichtungen
Luftfahrzeug-Instandhaltung wird am Flughafen Stuttgart durch Lufthansa Technik, DC Aviation und die Flugtechnik Stuttgart angeboten. DC Aviation nutzt hierzu einen 1999 von der Vorgängergesellschaft DaimlerChrysler Aviation errichteten Hangar mit 5000 Quadratmetern Grundfläche.cite-ref-68[68] Ein ein Jahr später errichteter, baugleicher Hangarcite-ref-fb300-69-0[69] wird von Lufthansa Technik betrieben.cite-ref-70[70]
Flughafenfeuerwehr
Das 1996 erbaute Gebäude der Flughafenfeuerwehr befindet sich am Ăśstlichen Ende des Vorfelds beim General Aviation Terminal. Der Standort wurde gewählt, damit nach der zeitgleich erfolgten Verlängerung der Start- und Landebahn jeder Punkt des Flughafengeländes â gemäà ICAO-Brandschutzkategorie 10 â innerhalb von drei Minuten erreicht werden kann. Die Flughafenfeuerwehr Stuttgart beschäftigt insgesamt 92 hauptamtliche Kräfte und verfĂźgt Ăźber 26 Einsatzfahrzeuge.cite-ref-71[71] Jedes Jahr rĂźckt sie zu etwa 5.500 Einsätzen aus, wovon 1.500 ausschlieĂlich den Rettungsdienst betreffen.cite-ref-72[72]
Auf dem militärisch genutzten Teil des Flughafens wurde von der U.S. Army eine eigene Feuerwehr (âFire Departmentâ) mit deutsch-amerikanischer Technik eingerichtet. Die 37 hauptamtlichen Kräfte rĂźcken jährlich zu rund 750 Einsätzen aus und stellen dabei den Brandschutz in allen US-Liegenschaften im GroĂraum Stuttgart sicher. Die zwei Flughafenfeuerwehren unterstĂźtzen sich gegenseitig â etwa bei (grĂśĂeren) Bränden oder Luftnotlagen.cite-ref-73[73]
Tanklager
Das Tanklager des Flughafens Stuttgart wurde 2009 zwischen dem Hangar der Lufthansa Technik und dem General Aviation Terminal errichtet. Es ersetzte das frĂźhere Tanklager westlich des Terminals 1, das abgebrochen wurde, da dort neue Abstellpositionen geplant sind.cite-ref-fb209-74-0[74] Die drei Tanks sind bei einem Durchmesser von 17 Metern auf der AuĂen- und 14 Metern auf der Innenseite 13,2 Meter hoch und haben ein FassungsvermĂśgen von insgesamt 4,5 Millionen Litern Kerosin.cite-ref-fb209-74-1[74] Während die Behälter von auĂerhalb des Sicherheitsbereichs befĂźllt werden kĂśnnen, erfolgt die Entnahme vom Vorfeld aus. Von dort wird das Kerosin mit 15 speziellen Tankfahrzeugen zu den Parkpositionen der Flugzeuge geliefert.cite-ref-fb209-74-2[74]
Parkhäuser und Parkplätze
Fßr Passagiere, Besucher und Mitarbeiter stehen am Flughafen Stuttgart insgesamt 11.000 Pkw-Stellplätze zur Verfßgung.cite-ref-einblicke-63-1[63] Die Stellplätze fßr Passagiere und Besucher verteilen sich dabei auf drei Kurzzeit-Parkplätze, drei Langzeit-Parkplätze und weitere fßnf Parkhäuser, die alle vom Parkraumbewirtschafter APCOA betrieben werden.cite-ref-75[75] In Spitzenzeiten stehen 7000 weitere Stellplätze der Messe Stuttgart zur Verfßgung,cite-ref-einblicke-63-2[63] die teilweise vom Flughafen Stuttgart mitfinanziert wurden. Dazu gehÜrt das Bosch-Parkhaus, das die A 8 ßberspannt.
Stuttgart Airport Bus Terminal
Der neue Fernbus-Bahnhof der Stadt Stuttgart (Stuttgart Airport Bus Terminal, SAB) entstand im Erdgeschoss des Parkhauses P14.cite-ref-stz-2014-118-23-76-0[76]cite-ref-stz-2013-7-30-77-0[77] Das 35 Millionen Euro teure Gebäude umfasst 17 ebenerdige Bussteige und beinhaltet 1600 Stellplätze fßr Pkw.cite-ref-ez-2015-04-18-5-1[5] Die Anlage ersetzt vier Interimshaltestellen im Stadtgebiet Stuttgart, die nach dem Wegfall des Zentralen Omnibusbahnhofs am Hauptbahnhof in Folge von Stuttgart 21 notwendig geworden waren.cite-ref-ez-2015-04-29-78-0[78] Die Planung, fßr 170 Busse pro Tag, entstand vor der Liberalisierung des Fernbusverkehrs (Anfang 2013). Die seither stark gestiegene Nachfrage ist in den Planungen nicht berßcksichtigt.cite-ref-stz-2013-7-30-77-1[77] An den 17 Bussteigen sollen täglich zwischen 80 und 170 Busse abgefertigt werden.cite-ref-swp-2014-10-25-79-0[79] Eine Prognose erwartet an Spitzentagen im Jahr 2025[veraltet] inzwischen bis zu 53 Busstops pro Stunde.cite-ref-ez-2015-04-29-78-1[78] Der Busbahnhof und die darßber liegenden Parkplätze sollten zunächst 35 Millionen Euro kosten, wovon die Stadt Stuttgart 4,6 Millionen Euro ßbernehmen sollte. Der Busbahnhof ersetzt den beseitigten Busbahnhof am Schlossgarten. Ende 2014 wurde eine Kostensteigerung bekannt, wodurch sich der Anteil der Stadt Stuttgart auf 5,6 Millionen Euro erhÜht. Die Fertigstellung erfolgte im Mai 2016.
Betreibergesellschaft
Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG). Sie geht zurßck auf die 1924 gegrßndete Luftverkehr Wßrttemberg AG (ab 1936 Flughafen Wßrttemberg AG), die zunächst den Flughafen BÜblingen betrieb. 1949 wurde die Gesellschaft zunächst in eine GmbH umgewandelt, bevor sie 1956 ihren heutigen Namen erhielt.cite-ref-80[80]cite-ref-fb299-16-8[16]
EigentĂźmer der Betreibergesellschaft sind seit 2008 zu 65 % das Land Baden-WĂźrttemberg und zu 35 % die Stadt Stuttgart,cite-ref-81[81] die unter anderem durch den Chef der Staatskanzlei und Staatsminister JĂśrg Krauss und OberbĂźrgermeister Frank Nopper im Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten sind.cite-ref-82[82] Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Baden-WĂźrttembergische Minister fĂźr Verkehr und Infrastruktur Winfried Hermann.cite-ref-83[83] GeschäftsfĂźhrer sind derzeit Ulrich Heppe und Carsten Poralla. Die Kommunen Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt sind nicht an der Gesellschaft beteiligt, obwohl der grĂśĂte Teil des Flughafens auf ihren Gemarkungen liegt und sie dementsprechend zusammen rund 85 Prozent der Gewerbesteuer erhalten.
Der eigentliche Betrieb des Flughafens ist in eine Reihe von Tochtergesellschaften ausgegliedert. Dazu gehĂśren Flughafen Stuttgart Energie GmbH (100 %), SAG Stuttgart Airport Ground Handling GmbH (100 %)cite-ref-84[84],Handels- und Service GmbH (100 %), Cost Aviation GmbH (75 %), S. Stuttgart Ground Services GmbH (74,9 %)cite-ref-85[85], Baden-Airpark GmbH (65,8 %), Flughafen Parken GmbH (20 %), und Aviation Handling Services GmbH (10 %).cite-ref-86[86]
Die Flughafen Stuttgart GmbH wurde vom europäischen Dachverband der Flughafenbetreiber (Airports Council International, ACI) mit dem ACI Europe Best Airport Award 2014 als âbester Flughafen Europasâ in der Kategorie der Flughäfen zwischen 5 und 10 Millionen Passagieren ausgezeichnet. Gelobt wurden sehr gute Leistungen in allen Arbeitsgebieten, insbesondere das BemĂźhen um Servicequalität und die Beziehung zur Standortgemeinde.cite-ref-87[87]
Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die FSG bei UmsatzerlÜsen von 286 Millionen Euro ein Betriebsergebnis in HÜhe von 51 Millionen Euro.cite-ref-kennzahlen2018-88-0[88]
Flugziele
Es bestehen Verbindungen zu zahlreichen europäischen Luftfahrt-Drehkreuzen. Darßber hinaus gibt es Direktverbindungen zu Städte- und Urlaubszielen in Europa und Nordafrika. In Deutschland werden die meisten Verkehrsflughäfen bedient. Seit 2003 ist der Flughafen Stuttgart Drehkreuz von zunächst Germanwings und jetzt Eurowings.cite-ref-89[89]
Von 1986 bis 2020 und von 2023 bis 2024 verband Delta Air Lines Stuttgart mit dem HartsfieldâJackson Atlanta International Airport in Atlanta und von 1986 bis 2000 mit dem John F. Kennedy International Airport in New York. Von 2011 bis September 2014 flog United Airlines direkt von Stuttgart nach New York (Newark). Die Route zwischen Stuttgart und Atlanta war aufgrund der Coronapandemie zwischenzeitlich ausgesetzt. Die Wiederaufnahme der Flugverbindung nach Atlanta fand am 28. März 2023 statt. Im Oktober 2024 wurden die FlĂźge nach Atlanta komplett eingestellt, so dass der Flughafen seine einzige Langstreckenverbindung verloren hat.cite-ref-90[90]
Der Flughafen Stuttgart gehÜrt zu den acht deutschen Flughäfen, an denen die Nachfrage der Fluggesellschaften die Kapazität ßbersteigt. Um eine Verbindung von oder nach Stuttgart anzubieten, muss deshalb von der Flughafenkoordination Deutschland GmbH zunächst ein Slot zugewiesen werden.cite-ref-91[91]
Betrieb
Die meisten Passagiere flogen im Jahr 2021 mit Eurowings (37,7 %), gefolgt von TUIfly (11,3 %) und Turkish Airlines (9,7 %).cite-ref-statistischer-jahresbericht-2021-92-0[92]
Der am häufigsten eingesetzte Flugzeugtyp war im Jahr 2021 mit 33,8 % aller zivilen Flßge die Airbus-A320-Familie, gefolgt von der Boeing 737 mit 14,1 % und der Embraer-E-Jet-Familie mit 5,8 %.cite-ref-statistischer-jahresbericht-2021-92-1[92]
Fracht
Auf der zu Bernhausen gehĂśrenden SĂźdseite des Flughafens wurde 2002 fĂźr 150 Millionen Euro ein neues Luftfrachtzentrum errichtet, das einen Vorgängerbau auf der Nordseite abgelĂśst hat. Während das alte Frachtzentrum 50.000 Tonnen Fracht im Jahr bewältigen konnte, ist der Neubau fĂźr eine jährliche Kapazität von 160.000 Tonnen ausgerichtet und bietet in drei Gebäuden insgesamt 20.600 m² Lagerfläche und weitere 11.600 m² fĂźr BĂźroräume.cite-ref-flugblatt32002-94-0[94] Im Unterschied zu anderen Flughäfen liegt das Luftfrachtzentrum auĂerhalb der Luftsicherheitszone, die sogenannte Land-Luft-Grenze verläuft nicht durch das Gebäude. Dadurch kann das Gebäude von allen Seiten mit LKWs und Transportgeräten angefahren werden.cite-ref-flugblatt32002-94-1[94]
Militärische Nutzung
Die US Army Ăźbernahm den Fliegerhorst Echterdingen der deutschen Luftwaffe und unterhält auf der SĂźdseite des Flughafens seit 1945 das Stuttgart Army Airfield (Heeresflugplatz Stuttgart).cite-ref-95[95] Das Stuttgart Army Airfield wird durch das United States Army Special Operations Command betrieben und vor allem fĂźr militärische Truppen- und Frachttransporte genutzt. Das Special Purpose Marine Air-Ground Task Force â Crisis Response â Africa (SP-MAGTF-CR-AF) des United States Marine Corps betreibt hier eine mit UC-12W (Beechcraft King Air 350) ausgerĂźstete Base Flight.
Bis zum Neubau des angrenzenden Luftfrachtzentrums gehÜrte dessen Bereich ebenfalls zum militärischen Teil des Flughafens.
NachtflĂźge
Seit 1973 ist am Flughafen Stuttgart eine Nachtflugbeschränkung in Kraft.cite-ref-le-post-96-0[96] Starts sind grundsätzlich nur in der Zeit zwischen 6 und 23 Uhr erlaubt, Landungen zwischen 6 Uhr und 23:30 Uhr. Fßr Flugzeuge mit geräuscharmen Triebwerken ist bei Verspätungen eine Landung bis 24 Uhr mÜglich.cite-ref-nachtflug-97-0[97]
Die Nachtflugbeschränkung gilt fßr alle Strahlflugzeuge und fßr Propellerflugzeuge ohne geräuscharme Triebwerke. Ausnahmen kÜnnen durch die zuständige BehÜrde erteilt werden, generell von den Beschränkungen ausgenommen sind Propellerflugzeuge mit leisen Triebwerken, Militärflugzeuge der Luftwaffe und der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, Nachtpostflßge (bei Nutzung geräuscharmer Triebwerke), Ausweichlandungen wegen schlechtem Wetter, technischer Probleme oder aus Sicherheitsgrßnden, Vermessungsflßge der Deutschen Flugsicherung sowie Flßge des Katastrophenschutzes oder aus medizinischen Grßnden wie etwa Organtransporte.cite-ref-nachtflug-97-1[97]
Um die Kapazität der Start- und Landebahn optimal auszunutzen, rollen seit März 2009 die ersten Flugzeuge des Tages regelmäĂig bereits ab 5:50 Uhr zur Startposition.
GroĂraumflugzeuge in Stuttgart
Am 12. Juli 1970 landete das erste Mal eine Boeing 747 der Lufthansa zu Werbezwecken in Stuttgart.cite-ref-98[98]
Des Weiteren existierten eine Zeit lang Linienverbindungen mit den Flugzeugmustern L-1011 und DC-10. Von 1986 bis 2020 war eine Boeing 767 der Delta Air Lines täglich in Stuttgart anzutreffen. Bis 2015 war im Sommer auch täglich ein Airbus 330-200 der Air Berlin fĂźr FlĂźge nach Palma de Mallorca zu Gast. In unregelmäĂigen Abständen verbindet Turkish Airlines mit Flugzeugen vom Typ Airbus A330, A340 und Boeing 777 Stuttgart mit dem Flughafen Istanbul.
Am 1. Mai 1998 war die Concorde zu Gast am Flughafen. Der erste kommerzielle Flug des seinerzeit grĂśĂten Flugzeugs der Welt, der Antonow An-225, erfolgte am 28. Dezember 2001 nach Stuttgart.
Der im Mai 2010 ausgelieferte Airbus A380 D-AIMA âFrankfurt am Mainâ der Lufthansa landete am 2. Juni 2010 im Rahmen eines Präsentationsrundfluges in Stuttgart. Der Flug war auch Teil des Trainingsprogrammes fĂźr die Ausbildungspiloten der Lufthansa. Bei nebligem Wetter waren Ăźber zehntausend Schaulustige Zeugen der Landung.cite-ref-99[99] Wegen der Spannweite von fast 80 Metern kann eine A380 nicht direkt an den Terminals abgestellt werden. Nach zwei Stunden Aufenthalt auf dem Flugfeld startete die Maschine wieder.
Der Flughafen Stuttgart wird täglich mit einem Airbus A300 im Einsatz fĂźr DHL aus Leipzig angeflogen. Zusätzlich finden unregelmäĂig Charter-FrachtflĂźge mit GroĂraumflugzeugen statt, zum Einsatz kommen unter anderem Boeing 747, McDonnell-Douglas MD-11 und Antonov An-124.
Nachhaltigkeit
Seit 2012 gibt es am Flughafen Stuttgart die Dachmarke fairport STR. Unter dieser Bezeichnung fĂźhrt der Flughafen seine Bestrebungen zur Verbesserung der eigenen Nachhaltigkeitsleistung zusammen.cite-ref-nachhaltigkeitsbericht-2013-s-12-13-101-0[101] Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) hat das Ziel, langfristig und dauerhaft einer der leistungsstärksten und nachhaltigsten Flughäfen in Europa zu sein.cite-ref-nachhaltigkeitsbericht-2013-s-12-13-101-1[101] Im Zentrum dieses Anspruchs stehen die drei Ziele Ăśkonomischer Erfolg, soziale Verantwortung gegenĂźber Mitarbeitern, Kunden und Gesellschaft sowie Ăśkologische Verträglichkeit.cite-ref-nachhaltigkeitsbericht-2013-s-12-13-101-2[101] Die Ăśkologischen und sozialen Ziele sind in die Unternehmensstrategie eingegliedert und sollen durch das sogenannte fairport-Controlling umgesetzt werden.cite-ref-nachhaltigkeitsbericht-2013-s-12-13-101-3[101] Ein Ăśkologisches Ziel ist es, die Kohlenstoffdioxidemissionen, die die FSG beeinflussen kann, bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken.cite-ref-nachhaltigkeitsbericht-2013-s-38-42-102-0[102] Basisjahr ist 2009, in dem die FSG durch eigenen Energiebedarf und Kraftstoffverbrauch 21.966 Tonnen CO2 produzierte.cite-ref-umweltbericht-2010-s14-103-0[103] Durch das Blockheizkraftwerk, welches seit 2013 in Betrieb ist, sowie den zugekauften Strom aus erneuerbare Energiequellen, konnte der Flughafen bereits 2014 das Klimaziel von 2020 Ăźbertreffen.cite-ref-104[104]cite-ref-105[105] DarĂźber hinaus gibt es auf dem Boschparkhaus seit 2009 eine 7.200 m² groĂe Photovoltaikanlage und seit 2011 eine weitere mit 3.330 m² neben der Start- und Landebahn im Osten des Flughafengeländes.cite-ref-106[106] Im Jahr 2010 erschien erstmals der Umweltbericht der Flughafengesellschaft, der zentrale Umweltbelastungskennzahlen dokumentiert und zukĂźnftig vergleichbar macht. Seit 2014 gibt es diesen in erweiterter Form als Nachhaltigkeitsbericht inklusive sozialer Themen und Aspekten einer guten UnternehmensfĂźhrung. AuĂerdem entspricht das 2013 eingefĂźhrte Umweltmanagementsystem den Kriterien von EMAS und der internationalen Norm ISO 14001.cite-ref-nachhaltigkeitsbericht-2013-s-38-42-102-1[102] Nach seiner neuesten Klimastrategie âSTRzeroâ soll der Flughafen bis 2040 netto treibhausgasneutral betrieben werden. Dies entspricht den Vorgaben des Klimaschutzgesetzes Baden-WĂźrttemberg. Ende 2022 wurden nach den neuesten Umweltdaten aus dem jährlich erscheinenden Entwicklungsbericht âSteady.â insgesamt 44 % der notwendigen Reduktion im Vergleich zum Basisjahr 1990 erreicht. FĂźr das Jahr 2030 sind bereits 85% vorgesehen. Der Masterplan zum Null-Emmisionen-Ziel im Jahr 2040 wird zusammen mit dem Fraunhofer-Institut fĂźr Solare Energiesysteme (ISE) entwickelt.cite-ref-107[107]
Emissionsfreie Mobilität
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der FĂśrderung der emissionsfreien Mobilität mithilfe alternativer Antriebsformen. Seit 1991 setzt der Flughafen Stuttgart Gepäckschlepper mit Elektroantrieb ein. 2010 wurde der Fuhrpark durch zwei Vito E-Cell und 2011 um ein brennstoffzellenbetriebenes Follow-Me-Fahrzeug ergänzt.cite-ref-108[108]cite-ref-109[109] Zudem wurde am Flughafen Stuttgart die erste Ăśffentliche Wasserstofftankstelle Baden-WĂźrttembergs erĂśffnet.cite-ref-110[110] Mittlerweile fahren am Airport nur noch Elektrobusse. Des Weiteren fĂśrdert die Flughafen Stuttgart GmbH die Entwicklung alternativer Antriebe in Flugzeugen, wie bei der Antares DLR-H2. Das vom DLR entwickelte Flugzeug ist das weltweit erste bemannte und ausschlieĂlich mit Brennstoffzellen angetriebene seiner Art und befindet sich zurzeit nicht in Betrieb.
Mitgliedschaft im Global Compact der Vereinten Nationen
Im Februar 2011 ist die Flughafen Stuttgart GmbH dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Die FSG ist damit als erster deutscher Verkehrsflughafen in Üffentlicher Hand Mitglied in diesem Netzwerk fßr unternehmerische Verantwortung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmen bekennt sich mit dem Beitritt zu zehn Prinzipien aus den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitsnormen und Korruptionsbekämpfung. In einem jährlichen Fortschrittsbericht stellt die FSG die Umsetzung dieser zehn Global Compact Prinzipien dar.cite-ref-111[111] Auch im Jahr 2013 hat die FSG ihren Bericht zum Global Compact verÜffentlicht.
Kooperation mit der Organisation atmosfair
Seit Mitte des Jahres 2011 gibt es am Flughafen Stuttgart die ersten beiden atmosfair-Stationen zur Kompensation von Treibhausgasen. Fluggäste erhalten die MÜglichkeit, die von ihrer Reise verursachten Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu berechnen und diese durch Spenden in weltweite Klimaschutzprojekte der gemeinnßtzigen Organisation atmosfair auszugleichen. Der baden-wßrttembergische Landesflughafen ist einer der ersten Airports ßberhaupt, der mit atmosfair kooperiert.cite-ref-112[112]
FĂźhrungen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen
Zusätzlich zu den klassischen FlughafenfĂźhrungen bietet der Besucherdienst am Flughafen Stuttgart seit Juli 2011 auch FĂźhrungen zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit am Flughafen an. Experten der Universität Hohenheim fĂźhren die Gäste dabei Ăźber das Gelände. Das Solardach des Bosch-Parkhauses ist ebenso Teil der FĂźhrungen wie eine Fahrt Ăźber das Vorfeld des Flughafens zu einer Lärmmessstelle. Dort sehen die Besucher das grĂśĂte zusammenhängende Biotop auf den Fildern und erfahren mehr Ăźber umweltfreundliche Technologien, die im Flughafenbetrieb zum Einsatz kommen.cite-ref-113[113]
AuĂerdem ist der Flughafen Stuttgart nach eigenen Angaben der erste Flughafen mit einem Nachhaltigkeitsrundgang. Der âfairport STRâ genannte Rundgang liefert in neun Stationen einen allgemeinen Ăberblick Ăźber verschiedene Umwelt- und Gesellschaftsthemen und zeigt auf, wie der Flughafen Stuttgart diesen Fragen konkret begegnet. Der Rundgang entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim. Neben Luftfahrtthemen wie Fliegen und Klimaschutz oder dem Einsatz von Brennstoffzellen in Flugzeugen werden auch Themen wie biologische Vielfalt, Gewässerschutz, Elektromobilität und Recycling abgebildet. Auch das Thema Religion und Nachhaltigkeit wird thematisiert. Projektpartner wie Mercedes-Benz, Bosch, das Deutsche Zentrum fĂźr Luft- und Raumfahrt und die Organisation atmosfair unterstĂźtzten die FSG bei der Umsetzung der einzelnen Stationen. Der Flughafen betont, dass es sich beim Nachhaltigkeitsrundgang nicht um einen gezielten Versuch des Greenwashings handelt.cite-ref-114[114]
Ausbaupläne
Westerweiterung
Erste Planungen fĂźr eine Westerweiterung bestehen seit 1994. Die GrundzĂźge des Vorhabens haben sich seit dem immer wieder verändert. Zuletzt war vorgesehen, die Zahl der regulären Flugzeugstandplätze von derzeit 54 auf 64 zu erhĂśhen, da deren Zahl vor allem nachts der Nachfrage nicht mehr genĂźgte. FĂźr die Erweiterung wurde eine 19 Hektar groĂe Fläche im Westen des aktuellen Vorfeldes Ăźberplant, auf dem zum einen neue Parkpositionen entstehen sollten und zum anderen auch weiter Ăśstlich angesiedelte Einrichtungen verschoben werden sollten, um dort fĂźr zusätzliche Parkpositionen Platz zu schaffen.cite-ref-westerweiterung-115-0[115] DarĂźber hinaus war beabsichtigt, auf insgesamt 20 Hektar unter anderem neue Fahrzeughallen und Gewerbeflächen zu errichten.
Als erster Schritt wurde das bislang im Westen befindliche Tanklager aufgelÜst und bis 2009 durch einen Neubau im Norden ersetzt.cite-ref-fb309-116-0[116] Der Antrag fßr das Planfeststellungsverfahren sollte ursprßnglich bis 2011 eingereicht werden.cite-ref-westerweiterung-115-1[115] Da aber die Zahl der Flugbewegungen seit 2008 zurßckgingcite-ref-wikipedia-117-0[117] prßfte die Flughafengesellschaft im Jahr 2012,cite-ref-projekte-118-0[118] in welchem Umfang und Zeitrahmen die Westerweiterung sinnvoll ist.cite-ref-stuttgarter-nachrichten-119-0[119] Ende des Jahres 2012 lieà der Geschäftsfßhrer der Betreibergesellschaft Walter Schoefer dann verlauten, dass aufgrund der stetig sinkenden Zahl an Flugbewegungen derzeit keine Notwendigkeit mehr bestehe, die ursprßnglichen Pläne weiter zu verfolgen.cite-ref-120[120]
Start- und Landebahn
Neben dem Flughafen NĂźrnberg verfĂźgt der Flughafen Stuttgart als einziger der groĂen Verkehrsflughäfen in Deutschland Ăźber nur eine Start- und Landebahn und wird deshalb, nach Beurteilung der Betreiber, in wenigen Jahren an seine Kapazitätsgrenze stoĂen.
Nach dem Ergebnis eines von der Flughafen Stuttgart GmbH in Auftrag gegebenen Gutachtens kĂśnnte die neue Start- und Landebahn sĂźdĂśstlich oder nordĂśstlich der bisherigen entstehen. Bei beiden Varianten verliefe die neue Bahn parallel zur bisherigen. FĂźr die Nordvariante mĂźsste aber die Bundesautobahn 8 sowie die Schnellfahrstrecke StuttgartâWendlingen mit einer RollbrĂźcke ĂźberbrĂźckt werden.
Beide Varianten sollen etwa 600 Millionen Euro kosten und sollen ausschlieĂlich von Osten aus angeflogen werden. Gestartet werden soll ebenfalls nur in Richtung Osten. Die Nordvariante lieĂe, einige bauliche Ergänzungen vorausgesetzt, jedoch auch Starts und Landungen in bzw. aus Richtung Westen zu. Dazu mĂźsste die parallel verlaufende Rollbahn verlängert sowie die Autobahn und Bahnstrecke mit einer weiteren RollbrĂźcke ĂźberbrĂźckt werden.cite-ref-121[121]
Die geplante Erweiterung stieà auf Widerstand der Schutzgemeinschaft Filder e. V. und des Aktionsbßndnisses Filder, die zuvor bereits ohne Erfolg gegen den Bau der Messe Stuttgart in unmittelbarer Nähe des Flughafens protestierten. Die Gegner des Ausbaus fßhren an, dass der Fluglärm nicht zumutbar sei und die Anbaufläche des Filderkrauts nicht ßberbaut werden solle.cite-ref-122[122] Am 25. Juni 2008 gab der damalige Ministerpräsident Gßnther Oettinger bekannt, dass die Ausbaupläne des Flughafens nicht weiterverfolgt werden, da der Flughafen erst 65 Prozent seiner Kapazität nutze. Auch eine Verkßrzung des Nachtflugverbots werde es in absehbarer Zeit nicht geben.cite-ref-123[123] Später präzisierte Oettinger, dass diese Entscheidung fßr die nächsten 8 bis 15 Jahre Bestand haben soll.cite-ref-124[124]
Flughafenbahnhof (Fernbahn)
Im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21 soll am Flughafen ein Fernbahnhof entstehen. Die Bahnhofsanlagen des neuen Halts sollen unterirdisch zwischen dem Messegelände und dem Flughafen gebaut werden. Dazu wurde bei Neubau der Messe bereits der Platz fßr das Gleisbett freigehalten, in welchem die kßnftige Trasse verlaufen wird. Während der neue Bahnhof den Verkehr Richtung Ulm und Tßbingen aufnehmen soll, soll der Verkehr in Richtung Singen in den bereits bestehenden Bahnhof Stuttgart Flughafen/Messe integriert werden.
Seit Ende 2022 ist diese Planung geändert. Der Bahnverkehr aus Richtung Singen soll ab BĂśblingen durch den ca. 12 km langen, neu zu bauenden, âPfaffensteigtunnelâ in den derzeit im Bau befindlichen Fernbahnhof gefĂźhrt werden. Ăstlich schlieĂt sich dann eine Variante der eingezeichneten grĂźnen Kurve an. Diese fĂźhrt die ZĂźge zum Fildertunnel Richtung Stuttgart Hbf.
Seitens der Regionalpolitik besteht Interesse an einer Verlängerung der S-Bahn ins Neckartal Richtung Nßrtingen, Kirchheim oder Plochingen. Machbarkeitsstudien sehen teilweise eine gemeinsame Nutzung der Neubaustrecke vor. Die Kosten werden auf ca. 500 Millionen Euro geschätzt.cite-ref-125[125]
Kerosinpipeline
Die Versorgung des Flughafens mit Kerosin sollte ab Ende 2019cite-ref-126[126] Ăźber eine Verbindungspipeline am zentraleuropäischen Pipelinenetz erfolgen, statt wie bisher per LKW mit 7.500 Fahrtencite-ref-pipeline-127-0[127] im Jahr. Als Anlass fĂźr die Pläne zum Pipelinebau wurde die geplante SchlieĂung eines Tanklagers bei Heilbronn genannt.cite-ref-128[128] Im April 2019 wurden die Pläne zurĂźckgestellt, da weder fĂźr die präferierte Trasse entlang der A8 bis Oberboihingen noch fĂźr mĂśgliche Alternativtrassen die erforderlichen Leitungsrechte durch alle etwa 700 GrundstĂźckseigentĂźmer eingeräumt wurden und der Flughafen keine Enteignung anstrebe.cite-ref-pipeline-127-1[127]cite-ref-tagblatt-ppl-129-0[129] Zudem wird der Flughafen inzwischen Ăźberwiegend aus dem näher gelegenen Plochingen beliefert.cite-ref-tagblatt-ppl-129-1[129] 2024 sollte das Projekt erneut geprĂźft werden,cite-ref-pipeline-127-2[127] ob dies geschehen ist, ist nicht bekannt.
Neubau Terminal 4
Um die seit 2010 steigende Passagierzahl bewältigen zu kÜnnen, ist der Neubau des Terminals 4 geplant. Das aktuelle Terminal 4 ist ein umgebauter Flugzeughangar und wurde im April 2000 erÜffnet. Ein Architektenwettbewerb soll im Jahr 2020[veraltet] ausgeschrieben werden.cite-ref-130[130]
Weitere Bauprojekte
Die Flughafengesellschaft plante 2013 fßr die folgenden Jahre insgesamt 568 Millionen Euro in die Erweiterung der Airport City zu investieren, zu der auch der im Rahmen von Stuttgart 21 geplante Flughafenbahnhof gehÜrt.cite-ref-stz-2013-05-02-131-0[131] Der Geschäftsbericht 2015 nennt ein Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro im Zeitraum bis 2025.cite-ref-132[132]
Auf dem Gelände des ehemaligen Parkhauses P10 lieà die Flughafengesellschaft fßr 133 Millionen Euro das SkyLoop, ein sechsstÜckiges Gebäude in Form einer Acht errichten. In das Gebäude mit 57.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche zog als Hauptmieter Anfang 2016 Ernst & Young mit 1500 Mitarbeitern ein und belegt drei Viertel der Fläche. Neben einer Tiefgarage mit 400 Stellplätzen im Gebäude wurde als Ersatz fßr das Parkhaus P10 das neue Parkhaus P14 am ehemaligen Frachthof nÜrdlich des Terminals 4 gebaut und im November 2015 erÜffnet.cite-ref-ez-2015-04-18-5-2[5]cite-ref-stz-2014-118-23-76-1[76]cite-ref-133[133]cite-ref-134[134]
Im Sommer 2015 erĂśffnete ein Dorint Airport Hotel mit 155 Zimmern.cite-ref-iz-2015-46-26-135-0[135]
Am 29. Februar 2016 zog die Flughafenverwaltung in ein neues, als SkyPort bezeichnetes, Verwaltungsgebäude.cite-ref-stz-2016-49-17-136-0[136] Am Standort der bisherigen, 1971 errichteten Flughafenzentrale soll bis 2019cite-ref-137[137] ein Vier-Sterne-superior-Hotel mit 260 Zimmern und 1500 Quadratmetern Konferenzräumen entstehen. Damit werden am Flughafen drei Hotels mit insgesamt 800 Betten zur Verfßgung stehen.cite-ref-stz-2014-118-23-76-2[76]cite-ref-ez-2015-04-18-5-3[5]cite-ref-stz-2014-138-22-138-0[138]
Verkehrszahlen
â
Hauptartikel
:
Verkehrszahlen des Flughafens Stuttgart
Im Jahr der WiedererĂśffnung 1948 wurden 1059 Flugbewegungen mit 5934 Passagieren gezählt.cite-ref-jb2012-139-0[139] Beide Werte stiegen in den folgenden Jahren stetig an, bis 1968 erstmals der millionste Passagier eines Jahres begrĂźĂt werden konnte.cite-ref-jb2012-139-1[139] Bereits 1972 konnte die Zahl der Passagiere auf 2 Millionen verdoppelt werden, gleichzeitig hatten sich die Flugbewegungen mit etwa 50.000 pro Jahr stabilisiert.cite-ref-jb2012-139-2[139] Im Jahr 1996 wurden erstmals mehr als 100.000 Flugbewegungen abgewickelt und dabei 6,5 Millionen Passagiere befĂśrdert.cite-ref-jb2012-139-3[139] Ende 2006 wurde erstmals in der Geschichte des Flughafens die Grenze von zehn Millionen Passagieren innerhalb eines Jahres durchbrochen. 2007 erreichte der Flughafen Stuttgart ein Fluggastaufkommen von rund 10,33 Millionen Passagieren (2,1 Prozent mehr als 2006). 2008 sank das Fluggastaufkommen aufgrund der Wirtschaftskrise auf 9,93 Millionen und 2009 auf 8,94 Millionen. Im Jahr 2010 lag das Fluggastaufkommen wieder bei 9,23 Millionen, und im Jahr 2012 bei 9,73 Millionen Passagieren. Im Jahr 2015 wurde die 10-Millionen-Grenze wieder durchbrochen. In den Folgejahren stiegen die Passagierzahlen kontinuierlich, 2018 wurde mit 11,8 Millionen Passagieren ein neuer Rekordwert aufgestellt.cite-ref-statistischer-jahresbericht-2018-140-0[140] Dieser wurde 2019 erneut gebrochen, bevor die Zahlen infolge der COVID-19-Pandemie ab 2020 einen historischen RĂźckgang hinnehmen mussten.cite-ref-141[141]
| Rang | Ziel | Passagiere 2021 | Veränderung | Passagiere 2020 | Starts 2021 | Veränderung | Starts 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ⲡ1 | Spanien Palma de Mallorca | 160.532 | Ⲡ149,98 % | 64.217 | 1.268 | Ⲡ81,14 % | 700 |
| Ⲡ2 | Turkei Antalya | 135.533 | Ⲡ188,07 % | 47.049 | 918 | Ⲡ144,80 % | 375 |
| Ⲡ3 | Turkei Istanbul-Sabiha GÜkcen | 121.651 | Ⲡ57,73 % | 77.124 | 871 | Ⲡ48,13 % | 588 |
| âź 4 | Deutschland Berlin | 86.764 | âź -46,35 % | 161.732 | 1.359 | âź -34,38 % | 2.071 |
| Ⲡ5 | Turkei Istanbul | 83.036 | Ⲡ45,25 % | 57.166 | 636 | Ⲡ37,96 % | 461 |
| âź 6 | Deutschland Hamburg | 80.026 | âź -30,64 % | 115.384 | 1.020 | âź -30,85 % | 1.475 |
| Ⲡ7 | Kosovo Pristina | 76.505 | Ⲡ75,78 % | 43.522 | 590 | Ⲡ95,36 % | 302 |
| Ⲡ8 | Turkei Izmir | 58.963 | Ⲡ58,17 % | 37.279 | 457 | Ⲡ36,83 % | 334 |
| Ⲡ9 | Griechenland Iraklio | 56.500 | Ⲡ84,34 % | 30.650 | 367 | Ⲡ85,35 % | 198 |
| ⟠10 | Niederlande Amsterdam | 56.322 | Ⲡ1,59 % | 55.441 | 983 | ⟠-2,38 % | 1.007 |
| In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) | In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen) |
Zwischenfälle
⢠Am 9. August 1944 wurde eine Douglas DC-2 (Luftfahrzeugkennzeichen HB ISI) der Swissair durch eine Lockheed P-38 Lightning bei einem amerikanischen Luftangriff auf dem Flughafen Stuttgart-Echterdingen zerstĂśrt. Dabei kamen weder Personal noch Post zu Schaden.cite-ref-143[143] Diese Angriffe vom 9. bis 11. August auf den Flughafen waren Teil der GroĂangriffe auf die Stadt Stuttgart.
⢠Am 14. August 1944 wurde eine Douglas DC-3-220A der Lufthansa (D-AAIE) am Flughafen Stuttgart bei einem Tagesangriff eines USAAF-Bombers des Typs Boeing B-17 Flying Fortress irreparabel beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.cite-ref-144[144]
⢠Am 19. Juni 1958 verunglßckte eine Curtiss C-46F Commando der Luxembourg Airlines (LX-LAA) bei einem Trainingsflug auf dem Flughafen Stuttgart. Bei der Landung brach das linke Hauptfahrwerk, das Flugzeug kam von der Bahn ab und fing Feuer. Es gab keine Todesopfer, die Maschine wurde jedoch zerstÜrt.cite-ref-145[145]
⢠Am 18. Februar 1961 kollidierte eine Douglas DC-7CF (N745PA) der Pan Am im Landeanflug auf den Flughafen Stuttgart mit einem Erdhaufen vor und neben der Landebahn. Die Piloten der aus Frankfurt kommenden Frachtmaschine setzten den Anflug im dichten Nebel bei einer Sicht von 100 Metern und einer WolkenhĂśhe von 30 Metern auch unter die EntscheidungshĂśhe von 200 FuĂ fort, obwohl das Instrumentenlandesystem nicht zuverlässig funktionierte und 4 von 5 Elementen der Anflugbefeuerung auĂer Betrieb waren. Beim ZusammenstoĂ mit dem Erdhaufen wurden das Fahrwerk und das Triebwerk Nr. 3 (rechts innen) abgerissen. Dennoch gelang es den Piloten durchzustarten und auf dem Flughafen NĂźrnberg eine Bauchlandung auf einem Schaumteppich durchzufĂźhren. Die dreikĂśpfige Besatzung blieb unverletzt, das Flugzeug wurde jedoch irreparabel beschädigt.cite-ref-146[146]
⢠Am 14. September 2009 musste eine Fokker 100 (D-AFKEcite-ref-147[147]) der Contact Air auf dem Flughafen Stuttgart notlanden, weil sich das Hauptfahrwerk nicht vollständig ausfahren lieĂ.cite-ref-148[148] An Bord der Maschine befand sich auch der Politiker Franz MĂźntefering (SPD). FĂźnf Fluggäste erlitten einen Schock, eine Flugbegleiterin wurde verletzt und zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.cite-ref-149[149]
In der Geschichte des Flughafens Stuttgart kam es bislang nicht zu einem Flugunfall mit Todesfolge.cite-ref-150[150]
Sonstiges
Seit 1995 ist am Flughafen Stuttgart eine Tupolev 154 aus dem Jahr 1973 stationiert, die der Flughafen von der ungarischen Fluggesellschaft MalĂŠv erworben hat. Hier trainieren Flugbegleiter unter realistischen Bedingungen die Evakuierung eines Flugzeugs im Notfall.cite-ref-151[151] DarĂźber hinaus wird die Tupolev fĂźr GroĂĂźbungen, zum Beispiel des Rettungsdienstes, genutzt.cite-ref-152[152]cite-ref-153[153]
Die Start- und Landebahn endet an der Stelle, an der am 5. August 1908 das Luftschiff LZ 4 nach einem Gewitter vollständig zerstÜrt wurde. Am ursprßnglichen Landeplatz ca. 1 km westlich von dieser Stelle wurde ein Zeppelinstein mit mehreren Hinweis- und Gedenktafeln errichtet.
In den Terminals gibt es eine begrenzte Anzahl an Hocktoiletten.
Siehe auch
Weblinks
Commons
: Stuttgart Airport
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Stuttgart Army Airfield (AAF)
⢠Offizielle Website
⢠Flugziele ab Stuttgart
⢠openNav: STR / EDDS Flugplatzkarte
Einzelnachweise
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